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Tarot ist ein Kartenorakel, welches in seiner heutigen Form etwa seit dem 16. Jahrhundert aus 78 Karten (22 “große” Geheimnisse und 56 “kleine” Geheimnisse) besteht. Über die Bedeutung des Wortes TAROT (ital. Tarocchi) selbst gibt es bis heute die verschiedensten Interpretationsansätze, die in der Fachliteratur ausführlich angeführt sind.
Wie funktioniert dieses Zufalls-Orakel
Spirituell gesehen gibt es neben einer Zeit-Quantität eine ebensolche Qualität - ein “besonderer” (oder bewussterer) Augenblick. Ganzheitlich betrachtet bedeutet dies, dass im Zeitpunkt der Fragestellung auch die dazugehörige Antwort zu finden ist - d.h. Frage und Antwort als untrennbare Einheit - herauszulesen aus der Symbolik der Augenblicksqualität. Deshalb ist für eine Frage immer auch nur die erste Legung entscheidend, während zusätzliche Legungen keine oder nur eine geringe Bedeutung aufweisen. Bei der Ziehung der Karten lässt sich der Fragesteller von seinem Unterbewussten leiten. Der Deuter übersetzt ihm im Anschluss die sich ergebenden Kartenbilder, was eine gute Symbolkenntnis als auch ein ebenso gutes menschliches Einfühlungsvermögen voraussetzt.
Die Tarotsprache ist also eine symbolische Bildersprache (vgl. C.G. Jung und Marie-Luise von Franz) - sie kann deshalb weder Namen noch Orte, Zahlen, medizinische Diagnosen noch Datum und Uhrzeit benennen, ebensowenig mit ja oder nein antworten. Tarot sollte vielmehr als weiser Ratgeber betrachtet werden, wie bei einem erfahrenen Menschen, ohne sich blind davon abhängig zu machen. Demnach ist Tarot also “ein guter Diener aber ein schlechter Herr”!
Mag. Christian Felbermair besuchte die Tarotausbildung bei Hajo Banzhaf in München und ist Mitglied beim Ersten Deutschen Tarotverband.
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